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Biographische Skizze

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Reinhold Schneider

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Biographische Skizze - Reinhold Schneider

Geboren am 13. Mai 1903 in Baden-Baden.

1921 Abitur. Umzug nach Dresden. Kaufmännische Ausbildung.

Mitte 1922 Selbstmord des Vaters, berufliche Frustration, Depression. Suizidversuch.

Unmittelbar danach Bekanntschaft mit Anna Maria Baumgarten (1881-1960), der “Gefährtin meines Lebens”. Schwieriges, platonisches Verhältnis mit der 22 Jahre älteren Frau.

August 1928 Reise nach Portugal. Beginn der freien Schriftstellerexistenz (siehe Werke von RS). Zahlreiche weitere Reisen innerhalb und außerhalb Deutschlands. Sommer 1931 Abschluss des Manuskripts von Innozenz der Dritte: “ein Heimweg nach Deutschland (...), in das tragische Reich”.
(Innozenz der Dritte (dtv 1963), S. 137)

April 1931 bis 1937 wohnhaft in Potsdam.

1933 erste Begegnung mit Jochen Klepper, im August 1935 Beginn des Briefwechsels mit Leopold Ziegler, 1935 Besuch bei Wilhelm II. in Holland, 1936 Beginn des Briefwechsels mit Werner Bergengruen.

“An einem Neujahrstag, 37 oder 38, ging ich in Potsdam zum erstenmal zur heiligen Messe seit vielleicht zwanzig Jahren. Ich kam wie einer, der die Sprache verlernt hat, in die Heimat. Aber ich hatte die Sprache der Heimat nie erlernt, und nun, langsam, indem sich mir alle Lebensumstände umkehrten, versuchte ich sie zu lernen.”
(Verhüllter Tag, S. 134.)

April 1938 Umzug nach Freiburg i. Br.

Im September 1938 Erscheinen von Las Casas vor Karl V.

23. März 1941: Audienz bei Pius XII.

Trotz Entzug der Drucklizenz 1941 Veröffentlichung zahlreicher kleinerer Schriften (“literarischer Sanitätsdienst”). Hausdurchsuchung, Verhöre.

In der Endphase des Zweiten Weltkriegs Anklage wegen “Vorbereitung zum Hochverrat” (u.a. wegen Das Gottesreich in der Zeit). Nach Kriegsende: RS als “Stimme des Rufers in der Wüste” (BBC 1945).

Verschlechterung des Gesundheitszustands.

1951 Kontroverse um die Wiederbewaffnung (sog. “Fall Schneider”).

Zahlreiche neue Veröffentlichungen, Vorträge, Artikel. Am 23. September 1956 Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche. Rede Der Friede der Welt.

Wieder Reisen nach Portugal, Vorträge. 1957/58 zwei Aufenthalte in Wien. Gespräche u.a. im Salon der Gräfin Thurn-Valsassina.

Zurück in Freiburg. Bei einem Sturz auf der Straße am 5. April 1958 Schädelbasisbruch mit Gehirnblutung.

Reinhold Schneider starb am 6. April 1958 in Freiburg i. Br. Beisetzung in Baden-Baden.

 

Quellen (chronologisch):

  • Reinhold Schneider. Leben und Werk im Bild. In Selbstzeugnissen und Worten der Mitlebenden. Hrsg. von Edwin Maria Landau, Maria van Look, Leni Mahnert-Lueg und Bruno Stephan Scherer. Frankfurt/M., Insel 1977.
  • Carsten Peter Thiede: Zeittafel. In: Über Reinhold Schneider. Hrsg. von Carsten Peter Thiede. Frankfurt/M., Suhrkamp 1980, S. 354-358.
  • Koepcke, Cordula: Reinhold Schneider. Eine Biographie. Würzburg, Echter 1993.